Der räumliche Aufbau eines Bioreaktors kann der jeweiligen wagenspezifischen Einbausituation angepasst werden. Generell wird zwischen einer innenliegenden sowie einer Platz sparenden Unterflur-Anordnung des PROTEC-Systems unterschieden. Damit resultieren keinerlei Abstriche hinsichtlich der Sitzplatzkapazität des Fahrzeuges.
Das PROTEC-System ist allgemein aus folgenden Elementen aufgebaut:
Filterkammer mit Einsatz
- Biologische Kammer
- Hygienisierungseinheit
- Steuerung
- Verrohrung
- Interne Transportstrecke
Das Abwasser gelangt zunächst über die bestehende Transportstrecke in einen Filterkorb, der innerhalb des Feststoffbehälters seitlich und am Boden mit Abstandhaltern fixiert ist und die festen Bestandteile zurückhält. Bei innen-liegenden Anlagen sickert das mechanisch gereinigte Abwasser gravitativ in den Flüssigreaktor. Bei Unterflurbioraktoren wird die filtrierte Flüssigkeit mittels einer Pumpvorrichtung aus dem Feststoff-behälter abgezogen und in den Flüssigreaktor eingebracht. Durch Belüfterröhren gelangt von außen Luft in den Flüssigreaktor und durchströmt die so genannte Festbettzone, auf der ein Biofilm aufgewachsen ist.
Nach einer definierten Verweilzeit wird die biologisch behandelte Flüssigkeit in die thermische Hygienisierungseinheit geleitet. Gleichzeitig wird dabei ein Zurückfließen in den Feststoffreaktor verhindert.
Die fertig aufbereitete Flüssigkeit wird in definierten Chargen in Fahrt auf den Gleiskörper abgegeben. Ein Flüssigkeits-austrag im Stand wird dabei verhindert. Die Toilettenbenutzung im Bahnhof und bei Stillstand ist uneingeschränkt möglich.