Das Abwasser gelangt über ein vorgeschaltetes Toilettensystem in den Feststoffbehälter. Feste und partikuläre Bestandteile setzen sich auf der Filteroberfläche ab und bilden einen Filterkuchen, der sich durch einen aeroben Prozess selbst reduziert. Lösliche und kolloidale Verbindungen gelangen mit dem Abwasserstrom aktiv oder durch die Schwerkraft in das zweite Behandlungskompar-timent - Der Flüssigbehälter.
2. Die Flüssigkammer
Zur besseren Rückhaltung von organischen Verbindungen wurde eine Aktivkohleschüttung eingebracht, die auch zur Immobilisie-rung von Mikroorganismen sowie der Vergrößerung der bioaktiven Oberfläche und Geruchsreduzierung dient. Sie ist autoregenerativ und stellt kein Verbrauchsmaterial dar. An ihr erfolgt die Denitrifizierung unter Oxidation von organischen Verbindungen. Noch nicht mineralisierte Moleküle und der ammonifizierte Stickstoff werden in diesem Behandlungskompartiment unter aeroben Verhältnissen oxidiert. Mikrobielle depolymerisierte und in die lösliche Form gebrachte Verbindungen (organische Säuren, Monomere) werden aus dem Filterkuchen ausgeschwemmt und in das flüssige Behandlungskompartiment transportiert und dort von Mikroorganismen unter Sauerstoffeinwirkung abgebaut.
3. Die Hygienisierung
Das höher als 85 °C heiße, gereinigte Abwasser läuft aus einer beruhigten Zone der aeroben Behandlung ab. Eine hygienische Aufbereitung des biologisch gereinigten Abwassers wird nach-gestellt.