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Bioreaktor für Schienenfahrzeuge

Eine Sonderentwicklung einer Abwasserreinigungsanlage stellt der Bioreaktor für den Einbau und den Betrieb in Schienenfahrzeugen dar. In einer angepassten Kleinstkläranlage bestehend aus mechanischer Vorreinigung, aeroben Festbett mit Nitrifikation und anschließender Hygienisierung wird das in der Zugtoilette anfallende Abwasser direkt vor Ort gereinigt. Die Anlage ersetzt dadurch das kostenintensive Sammeltanksystem bei dem das Abwasser alle zwei Tage abgesaugt und in einer kommunalen Einrichtung gereinigt werden muss.

Mehrere europäische Bahnen haben die Vorteile erkannt und setzen das System im großen Maßstab ein.

Der Aufbau des Systems

Der räumliche Aufbau der Anlage kann der jeweiligen wagen-
spezifischen Einbausituation angepasst werden. Generell wird zwischen einer innenliegenden sowie einer platzsparenden Unterflur-Anordnung des Protec-Systems unterschieden. Damit resultieren keinerlei Abstriche hinsichtlich der Sitzplatzkapazität und dem Sitzplatzkomfort des Fahrzeuges. Der Bioreaktor kann in Hochgeschwindigkeitszügen, Regionalbahnen, bei der Planung von neuen Zügen sowie bei Refurbishments eingebaut werden.

Das Protec-System ist allgemein aus folgenden Elementen aufgebaut:

  • Festoffkompartiment
  • Flüssigkeitskompartiment
  • Hygienisierungseinheit
  • Steuerung und Display
Schema-Bioreaktor Protec
Schema-Bioreaktor Protec

Die Vorteile des Bioreaktors

Die Vorteile des Protec-Systems ergeben sich aus den geringen Betriebskosten für Wartung und Entsorgung. Abhängig von der jeweiligen Einbausituation und den Platzmöglichkeiten für den Bioreaktor ergeben sich Reinigungs- und Entleerungsintervalle zwischen 2 Monaten bis hin zu 6 Monaten. Zudem kann ein einfaches Entsorgungsgerät für diese Maßnahme verwendet werden.

  • Langgestreckte Entsorgungsintervalle
  • Hohe Verfügbarkeit des Fahrzeuges
  • Ökonomische Vorteile bezüglich LCC Werte
  • Geringe Anforderungen an das Entsorgungsgerät
  • Unabhängigkeit von der Infrastruktur, insbesondere im grenzüberschreitenden Verkehr
  • Keine "externen" Entsorgungskosten
  • Stabile Kosten (stetiger Anstieg der Kosten für Löhne, Energie und Abwasser)
  • Umweltfreundlichkeit
  • Kein Zusatz von Hilfsstoffen oder Chemikalien
  • Keine Entstehung von brennbaren oder explosiven Gasen
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